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Über fritzLetsch

Gestaltpädagoge und -therapeut, Coach, Organisationsentwicklung für gemeinnützige Betriebe und Projekte, Theaterpädagogik und Legislatives Theater, Supervision, Radio und Kampagnen

Gut 30 Jahre sagte ich …

Fritz Letsch, Theaterpädagoge.

So stelle ich mich jetzt oft vor, wenn ich in Schulklassen oder mit Geflüchteten in die Sexualpädagogik einsteige, und erkläre ihnen noch knapp, was ich da machte:

Szenen und Stücke entwickeln, Leute auf die Bühne bringen, den Ausdruck verbessern, die Regie führen und am Schluss auch noch das Gespräch mit dem Publikum organisieren.

Dann kommen ein paar Jahrzehnte Fortbildungen und Arbeit in der Psychotherapie, in politischen Kampagnen und geschichtlichen Projekten, in Aus- und Fortbildungen der Altenpflege, im Management und in der gemeinnützigen und genossenschaftlichen Unternehmens-Entwicklung.

Themen wie Unrecht in der Psychiatrie, die selbstgerechte Juristerei, der Rückschritt der Beteiligung in der Erwachsenenbildung wie in den Schulen durch Medien, die ansteigende Angst vor Theater …

Sexualpädagogik ist nicht umsonst immer noch eines der heißesten Tabus unserer Gesellschaft, und in den Fortbildungen eine kritische Sache: das wachsende Kinderwunsch-Geschäft und die abnehmende Fruchtbarkeit durch Gesundheits- und Umweltbelastungen …

… und die weitgehende Unfähigkeit der Eltern, angemessen mit ihren Söhnen zu reden, bei den Töchtern scheint die Notwendigkeit noch größer.

Forumtheater

war einmal ein gefragter Artikel, zwischen Fortbildungen der Jugendarbeit, Evangelischen Akademien, in der politischen Bildung, sogar geprüft und anerkannt durch die Bundeszentrale für politische Bildung, Fortbildungen für Lehrer, Pfarrer, mit GemeindepädagogInnen und „Krankenhauspersonal“ in der Friedensarbeit im Ost-Untergrund … im ASA-Programm der Carl-Duisberg-Gesellschaft zur Vorbereitung von Auslands-Studien-Aufenthalten

Supervision

der gemeinsame Blick auf ein Team oder Projekt mit Begleitung von außen, ansonsten wäre es Intervision, wenn ein Team selbst reflektiert, oder eine Balint-Gruppe, wenn in einer Einrichtung (wie zB Krankenhaus) alle Mitarbeitenden einer Station austauschen …

  • – was aktueller Stand ist
  • – wie zufrieden jedeR mit der eigenen Position ist
  • – was verändert werden kann …
  • – mit Theater-Methoden die Situationen in Szenen verwandeln und neu verhandeln

Andere, persönlichere Entwicklungen gehören eher in Coaching-Gruppen,

Supervision und Job-Coaching

Andere, persönlichere Entwicklungen gehören eher in [[Coaching-Gruppen]]

Zur Anwendung der Theater-Methoden gibt es eigenes Buch:

Anne Keiner: Das Theater der Unterdrückten als Impuls für eine emanzipatorische Supervision

Anhand der Ebene Theorie, Haltung und Methodik zeichnet sie den Fachdiskurs beider Gegenstandsbereiche nach, um schließlich differenziert die Anwendbarkeit von Boals Befreiungstheater für die Supervision zu untersuchen – beide sind gleichermaßen Orte der Aufklärung.

Theater als supervisorische Intervention lädt ein, nicht stehen zu bleiben, sondern in Bewegung zu kommen, zu experimentieren und den „Möglichkeitssinn“ (Musil) zu erweitern. In diesem Sinne: Vorhang auf – es eröffnen sich neue Möglichkeitsräume!“

www.ibidem.eu/de/das-theater-der-unterdrueckten-als-impuls-fuer-eine-emanzipatorische-supervision.html

Zukunftswerkstätten in der Tradition von Robert Jungk

Der Wandervogel Robert Jungk war im gemeinschaftlichen Lernen in der bündischen jüdischen Jugend aufgewachsen, bis er als Student nach dem Reichstagsbrand, nach dem er noch Nazi-Plakate in der Humboldt-Uni Berlin abgerissen hatte, durch einen Trick und einen Freund der Verhaftung ins Exil entging. 

Im Wandervogel sind mehr als hundert Jahre mitten in der europäischen Geschichte enthalten:

 

Der Aufbruch am Monte Verita der Anarchisten, Lebensreformenden und SozialistInnen im Sanatoriums-Traum von Ida Hoffmann und ihrem Lebensgefährten Henri Oedenkovenund dem Freud-Schüler und Teilzeit-Schwabinger Psychoanalytiker Otto Gross, mit Karl und Gusto Gräser, …

 

besucht von Gustav Landauer, Erich Mühsam und Kurt Eisner,

ein Jahrzehnt später das Ende von militaristischem Adel und klerikaler Monarchie, ihrem königlich-kaiserlichen Kriegstreiben … wirkte auf die Jungen:

Als kaum 10-jähriger war Robert Jungk auf den ersten Jungen in bündischen Klamotten gestossen, in kurze Hosen und mit offenem Kragen, im Russenhemd …

und ein paar Jahre an jedem freien Wochenende mit anderen „ins Blaue“ getrampt, auf Ochsenkarren und Schusters Rappen, an Lagerfeuern und mit Klampfen und Zupfgeigenhansel: So verbreitete sich einmal die Demokratie und Selbstorganisation in Zeiten der Schulmeister, bis sie vom „3.Reich“ in der Hitlerjugend gleichgeschaltet wurden.

Ein in München aufflackernder Widerstand: Die Wandervogel-Geschwister Scholl  und Willi Graf…

Die Zukunftswerkstatt lässt uns gemeinsam in die Zukunft eines Ortes, einer Region, eines Verbandes schauen … vielleicht zusammen mit den Geflüchteten oder mit der Natur …

sie braucht einen Vorbereitungskreis, eine Einladung, 2-3 Tage sind ideal, ein Haus oder Camp, ich arbeite dabei gern minimalistisch … und etwas Vereinbarungen zur Dokumentation und Nacharbeit, gern auch im Netz, wie im zukunftslabor.

fritz-letsch.de/zukunftswerkstätten-open-space-barcamp-assembly/

Die Anfänge in den achziger Jahren: (ab hier noch Baustelle)

Theaterfestivals in Berlin und München

Zwei-Wochen-Workshops mit Augusto Boal

Die Arbeit am Tabu

meine Faustregel

Bewusstseinsbildung würde heute Kritische Theorie heißen

internationale Konferenzen und Fortbildungen

1994 Paulo Freire in München

1995 Gauting und München, auf Cuba

1996 Paulo Freire: Die vorbereitete Reise durch Deutschland musste abgesagt werden, geplante Begegnung mit Jürgen Habermas und

1997 mit Augusto Boal in Toronto und München

1999 mit Augusto Boal  in München Legislatives Theater: Symbolism in Munich

Europäische Konferenz und die praktische Umsetzung von fünf treffenden Themen

2000: Curingas auf der Reise durch Deutschland

Zeitschrift für befreiende Pädagogik, Paulo-Freire-Gesellschaft

Lern-Autonomie

Wien, Linz, Berlin 2.Mai 2019

Hochschulen, Angewandte Sozialwissenschaft München und Regensburg, Berlin, Halle, Ottersberg, Kunstakademie …

Volkstheater-Elemente, Bauerntheater, Geschichtsarbeit, Altenpflege

Seniorentheater: Zwei Modelle, Die Räuber von Menzing

Psychotherapie: Forumtheater und Gestalt

Demokratie? Räte-Gedanken …

Corono-Capitalism

Viva Augusto Boal, Viva Paulo Freire

Eine Erinnerung an Leben und Werk des brasilianischen Theatermachers Augusto Boal, der am 2. Mai 2009 verstarb – und ein Blick auf sein Theater der Unterdrückten heute, zehn Jahre nach seinem Tod.

Mit Nora Amin, Fritz Letsch, Bárbara Santos und Henry Thorau. diskussion Marienplatz

Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache
in der Theaterwerkstatt KURINGA http://kuringa.org/     Eintritt frei

Nora Amin hat 2011 das landesweite “Egyptian Project for Theatre of the Oppressed” und das „Arab Network“ dazu mit Verbindungen nach Libanon, Marokko und Sudan aufgebaut. Sie traf Boal 1997 in Brasilien und hat die in diesen Tagen neu aufgelegte arabische Übersetzung seines Buchs „The Rainbow of Desire“ verfasst.

Fritz Letsch hat Augusto Boal in den 80er Jahren kennengelernt und seitdem maßgeblich für die Verbreitung des Theaters der Unterdrückten in Deutschland gesorgt. Zahlreiche Artikel und mehrere Sammelbände über das Theater der Unterdrückten in Deutschland wurden von ihm initiiert und verfasst.

Bárbara Santos arbeitete als Koordinatorin des Zentrums des Theaters der Unterdrückten (CTO-Rio) seit den 90er Jahren eng mit Augusto Boal zusammen. In diesen Tagen erscheint die englische Ausgabe ihres Buches „Theatre of the Oppressed – Roots and Wings. A Theory of Practice“.

Prof. Dr. em. Dipl.-Psych. Henry Thorau hat Augusto Boal im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht mit Artikeln und Reportagen in der ZEIT, in Theater heute und der Herausgabe von Boals „Theater der Unterdrückten“ im Suhrkamp Verlag, 1979. Zuletzt erschien im Alexander Verlag, Berlin, Henry Thoraus Buch „Unsichtbares Theater“ (2. Auflage 2018).

Paulo Freire und Augusto Boal

freire in München 1994

Kritisches Denken lebt in anderen Ländern:

Paulo Freire mit der Pädagogik der Unterdrückten und der Pädagogik der Hoffnung, Augusto Boal mit dem Theater der Unterdrückten und dem Forumtheater, die Befreiungstheologie mit Personen wie Oscar Romero und Leonardo Boff, sie haben eine gemeinsame Basis, die sich mit Habermas, Brecht und Jean Ziegler trifft: Unrecht benennen und bekämpfen.

Am Freitag, 2. Mai ’97 verstarb unser Freund und Vorbild Paulo Freire.
Wie kein anderer pflegte er den Dialog und ermunterte alle pädagogisch und politisch Tätigen, die Lebenswelt mit den Lernenden zu teilen und mit ihnen gemeinsam Wege zu entwickeln, ihre Situation zu verändern. Eine alte Seite

TheaterMachtPolitik

Ein neuer Beitrag: http://befreiungsbewegung.fairmuenchen.de/der-kommende-aufstand/

Mosaik gesellschaftlichen Wandels

Theater der Unterdrückten als Mosaikstück gesellschaftlichen Wandels

Einblicke, Ansichten und Projekte

Forumtheater Mosaik

Nach dem Workshop war der Zusammenhalt in der Klasse so toll, dass es wieder Spaß gemacht hat, zur Schule zu gehen. Ich konnte dann auch besser lernen. Tanas, 15 Jahre alt, nach einem dreitägigen Theaterprojekt mit dem Forumtheater inszene an einer Kölner Schule Dieser Sammelband gibt einen Einblick in verschiedene Theaterprojekte, in denen mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten gearbeitet wird.

Die hier versammelten Praktiker*innen zeigen ihre individuellen Wege mit dem Theater der Unterdrückten und wie weitere Theaterrichtungen von Clownerie oder Improvisationstheater über Theater zum Leben und Applied Action Theater bis hin zur Theatertherapie ihre künstlerische und kreative Arbeit bereichern.

Deutlich wird dabei die Relevanz des Ansatzes Augusto Boals für die gesellschaftspolitischen Themen, die unsere Zeit wie keine anderen prägen:

Ob soziale Ungleichheitserfahrungen, der individuelle und gesellschaftliche Anteil am Klimawandel oder Debatten rund um Asyl und Menschenrechte – die hier vorgestellten Projekte legen dazu nicht nur wichtige Fragen frei, sondern zeigen exemplarisch, wie die Methoden aus dem Theater der Unterdrückten aktives politisches Hinterfragen und Handeln von Subjekten stärken.

Vervollständigt wird der Sammelband durch einen Praxisteil mit den Lieblingsübungen der Autor*innen als Anregung für die eigene theaterpädagogische Praxis.

Mit Beiträgen von Stephan Antczack, Sophia-Marie Bömer, Jens Clausen, Birgit Fritz, Harald Hahn, Sanjay Kumar, Fritz Letsch, Özge Tomruk, Friderike Wilckens-von Hein

https://www.ibidem.eu/de/theater-der-unterdrueckten-als-mosaikstueck-gesellschaftlichen-wandels.html

Augusto Boal: Knie-Operation Folge der damaligen Folter

Erinnerung an eine Kampagne vor gut 13 Jahren am 16. Mai 2004
Augusto Boal war durch internationale Proteste in den 70er Jahren
aus der Haft der brasilianischen Militärdiktatur entlassen worden.

Es gab eine Kampagne zu seiner Freilassung in den 70ern,
von internationalen, auch deutschen Theaterleuten,
möglicherweise mit Peter Becker von „theater heute“?

In der „Befragung“ (Folter) war ihm vorgeworfen worden,
„sein Vaterland Brasilien im Ausland zu verleumden,
indem er dort behaupte, es werde in Brasilien gefoltert.“

In der Folter sollte er das gestehen.
Er lachte, und sie wurden unsicher …

Er hatte mit uns ca 82 / 84 in Berlin beim Horizonte-Festival
vor der Philharmonie an südamerikanischen einem Tango-Abend
(auch seine) Situationen der Folter inszeniert,

sehr ausführlich die pagageienschaukel,
die relativ leicht und eingängig vorzustellen ist,
so lange die situation nicht ernst ist:

ein besenstiel zwischen zwei tischen
und mit stoff gefesselte hände reichen ,
die situation klar zu machen.

der besenstiel in die kniekehlen,
die hände darunter zusammengebunden.
die person angehoben,
der schmerz ist nicht, (wie wir vermuteten) in den kniekehlen,
sondern mit der zeit im genick,
da der kopf nicht in dieser haltung gehalten werden kann,
und in den mit der zeit angeschwollenen händen.
qual, vor allem durch leichtes schauleln, aber keine spuren.

amnesty hatte den zulauf in den 70er jahren,
weil die folter in den „befreundeten“ südamerikanischen diktaturen in
die presse gelangte.

ich sehe die politische aufgabe in einer grösseren theatralen aktion dazu.
die finanzierung auf ein grösseres konto für folteropfer,
den nötigen anteil für augusto daraus?

augusto boal

————————————-
wir werden mitte juni im einewelthaus münchen eine forum-theater-gruppe
starten, die entsprechende aktuelle szenen ab mitte juli vorstellen kann.

begleitend wird ein projekt „theater und erfahrung“ die arbeitsweise,
mit szenen die situationen von angst, depression und traumatisierung
aufzulösen und in gruppen in kraft zu verwandeln, fortbildungen anbieten.
—————————

und
Julian Beck vom Living Theater hatte ein Stück in München inszeniert:
(Erinnerung: „7 sadomasochistische Meditationen zur Folter“ zu Themen
der Isolationshaft der RAF )
—————————————–


Liebe Theaterfreundinnen und Freunde, liebe Freunde und Unterstuetzer
des Theaters der Unterdrueckten (CTO)

Augusto Boal, Brasilianischer Theaterdirektor und Gruender des Theaters
der Unterdrueckten ist waehrend einer beruflichen Auslandsreise
ernsthaft erkrankt und musste sich in San Francisco, Kalifornien wegen
einer bakteriellen Infektion einer Notoperation am Knie unterziehen.

Die Erkrankung ist gravierend, aber sein Gesundheitszustand stabilisiert
sich. Waehrend ich diesen Brief schreibe, ist Boal noch im Krankenhaus.

Wir muessen davon ausgehen, dass die Krankenhauskosten etwa 60.000 bis
80.000 US $ betragen werden. Dies ist in der Tat eine sehr grosse Summe;
Boal hat keine Auslandskrankenversicherung.

Boal hat sein Leben und seine Energie dem Kampf fuer soziale
Gerechtigkeit auf der ganzen Welt gewidmet und ist nun in einer
Situation, in der er unsere Hilfe braucht.

In Zusammenarbeit mit Boal, seiner Familie und seinen Kollegen in Rio
bitten wir um Spenden fuer den HOSPITAL BILL FUND, um die
Krankenhauskosten begleichen zu koennen. 100% der eingehenden Spenden
werden zur Bezahlung der Krankenhausrechnung verwendet.

Informationen ueberBoals Arbeit findet ihr unter:
http://www.theatreoftheoppressed.org

Vielen Dank für Eure Grosszügigkeit und
All the best
David Diamond, Artistic Director, Headlines Theatre

Das englische Original:

YOUR URGENT HELP IS REQUESTED FOR THEATRE DIRECTOR AUGUSTO BOAL
May 6, 2004

Please forward this to anyone, anywhere in the world, who might help
PLEASE TRANSLATE IF NECESSARY.

Augusto Boal, Brazilian Theatre Director and founder of the Theatre of
the Oppressed, has fallen ill while on tour and has had two emergency
knee surgeries in San Francisco, California. He is on the mend, but the
situation has been very serious. As I write this he is still in
hospital.

We are estimating that the hospital bills are going to be approximately
$60 – 80,000 US. He has no US Medical coverage. Obviously, this is an
enormous sum.

Boal has dedicated himself to the struggle for social justice all over
the world and is now in a situation where he could use our help. With
the co-operation of Boal, his family and his colleagues in Rio, we are
collecting donations for a HOSPITAL BILL FUND to help pay the bills.
100% of the funds received will go towards the hospital bill.

Information on Boal’s work can be found at:
  http://www.theatreoftheoppressed.org

www.headlinestheatre.com
http://eineweltnetz.org

bei der recherche, ein film:

Resist – Being a Pacifist Is a Lifetime Job
R: Dirk Szuszies , Engl. OF, 92 min., Verleih: Dirk Szuszies
Über ein halbes Jahrhundert hat das Living Theatre seinen politischen
Anspruch, seinen Enthusiasmus und sein Engagement bewahrt. Bis heute
kämpft die Theatergruppe mit jungen Friedensaktivisten in aller Welt
gegen Krieg, Todesstrafe, Folter und Gewalt. Aber machen ihre
pazifistischen und anarchistischen Ideale in der heutigen Welt überhaupt
noch Sinn?

Ex-Living Theatre Mitglied Dirk Szuszies hat die charismatische
Gründerin Judith Malina und ihre Truppe nach New York, zum G8 Gipfel
nach Genua, in den Libanon und nach Paris begleitet. Nebenbei erzählt er
dabei aus der Geschichte der revolutionären Theatergruppe: vom
verstorbenen Master Mind Julian Beck, von legendären Aufführungen wie
„Paradise Now!“ und „Antigone“ und von den Demos gegen den Vietnamkrieg
und für die Revolution in Paris im Mai ´68.

Knapp und kurz meinte er …

als Beitrag zum nächsten kollegialen Buch,

und ich überlege noch die vielen früheren Aufsätze, die zum Teil gar nicht mehr zu finden sind …

Was waren in deinem langen Berufsleben im TdU für dich dein persönliches Highlight?

Akademie Tutzing, ein wichtiger Schritt vorwärts

ein Workshop in Marburg

Franz Hitze Haus Münster

Katholikentag München 1984

Internationale Treffen, Joker-Tour und einzelne Aufführungen darin

Was würdest Du jungen Menschen mitgeben auf ihrem Weg als Tipp die im Jahre 2017 mit dem Theater der Unterdrückten anfangen?

Wa sich ständig versuche,

aber auch immer wieder schief geht:

Bewusstseinbildung

Was stört dich an der TdU Szene in Deutschland, was wäre deine Wunsch/Vision.

Mein altes Angebot war viel zu früh: Ein Joker-Netz aufbauen,
und nach der bundesweiten Tour der
gilt aber immer noch, wenn Kundige mit einsteigen:
Joker-netz alsworpress-Plattform für
– externe Ankündigungen
– interne Kommunikation
Und alle Autorinnen schreiben noch 3 bis 5 ihrer Lieblingsübungen weil es in dem Buch auch ein Praxisteil geben soll:

Hilf, Schwester hilf

Paare stehen eingehängt, nur eines „spielt fangen“, bis sich die / der Verfolgte bei einem anderen Paar einhängt: Die / der nun Dritte am anderen Ende wird nun FängerIn und stürzt sich auf die / den bisherigen Fangenden. Falls gefangen wird, wechseln ebenfalls sofort die Rollen…

Statuen bauen

 

Generative Themen erfassen

und was zur Person
*1954 re päd grad und mal gelernter Schauspieler, über die Theaterpädagogik, die es vorher in der Arbeitsagentur noch gar nicht gab, aber dann auch in der Künstlersozialkasse seit etwa 1982
Als Gestalttherapeut und Supervisor lernte ich schon in der Ausbildung, dass ich „ein mächtiges Werkzeug“ (bayr. hoher Sozial-Beamter) hätte, aber die Mächtigen wissen es zu meiden.
Übungshalber können Interessierte sich schon mal einarbeiten: Bei
und wer auf Facebook ist:

Forumtheater als Einstieg in ein neues Gesellschaftsgespräch?

Die Gespräche in unserer Gesellschaft reißen nach meiner Wahrnehmung immer schneller ab: Nicht nur wegen der knapper werden Zeit, auch wegen der geringer werdenden Sicherheit im Umgang miteinander: Auseinandersetzen heißt gehen?

Wem traue ich, wem trauen die Anderen?

Wir hatten viele gute Jahre und freie Kulturen geschaffen, in denen die gesellschaftlichen Dialoge leichter stattfinden konnten, zumindest in bestimmten Szenen, die an Abrüstung, Friedenspolitik und soziale Gerechtigkeit glauben wollten. Doch dann wurde der Druck wieder aufgebaut, die Freude und Sicherheit zerstört.

Dazwischen gab es noch immer rechthaberische und nun wieder mehr ewig-gestrige Figuren, die alte Nazi-Sprüche eher leise beisteuerten, heute mischen sich die rechten Alten mit neuen Ungläubigen, die weder den vorgeschriebenen 11. September noch die NATO-Kriegs- und Putin-Hetze glauben wollen, aber sich auch von Flüchtlingen und Vaterlands-Verrätern bedroht fühlen.

plakatDie „geistig-moralische Wende“, mit der Helmut Kohl die sozial-liberalen Zeiten beendete, hat die Konkurrenz erhöht, die globale Ausbeutung angetrieben und den Banken eine freie Spiel-Bank mit allen Ressourcen des Lebens geschaffen, gefeiert mit den Kanzlern.

Die Opposition fragmentierte sich weiter, in Parteien der Karrieren und Interessen, die Lobbyisten haben die Parlaments-Pflege vollständig übernommen, die Kriegs-Nachrichten sind durch die NATO bereitgestellt, die selbst darin kaum mehr vorkommt.

Linke befürchten eine Querfront der Friedenskräfte, Semitismen scheinen die Palästina-Kriege zu rechtfertigen oder alle Dialoge darüber unmöglich zu machen.

Gesellschaftsgespräche ohne Tabus neu starten? Wer könnte das?

Mit Forumtheater hatten wir Jahre lang vor allem die Bildungsarbeit ausgerüstet, aber für gesellschaftliche Dialoge bräuchte es anwendende Gruppen oder verantwortende Träger.

Ein Blick von heute durch die Jahrzehnte des Forumtheater im deutschsprachigen Raum

Gruppen bilden?TheaterMachtPolitik

Die Bildung einer arbeitsfähigen Gruppe für Forumtheater ist – im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten – eine Kunst geworden, denn die Themen im Vordergrund der meisten Beteiligten wechseln heute schneller, als ein Forumtheater- Abend auf der Bühne steht.

Nun habe ich wieder einmal die Möglichkeit, länger mit einer Gruppe von Studierenden zu arbeiten, und ich hoffe, dort einige Projekte mit den Studierenden zu starten, die sich dabei in den Vorstellungen begegnen können.

Szenen erarbeiten

Nach den Lockerungen und einer knappen Vorstellung, nach Klärung von Arbeitszeiten und Raum-Nutzung, erstellen wir erste Bilder von erlebtem Ärger, Druck, Unrecht.

Die Methoden, Bilder und später Szenen zu erstellen, bauen allmählich das Vertrauen auf, das zu intensiverem Austausch, auch der ausgelösten Gefühle in der Szenen-Kleingruppe anregt. Sie können auch eine Forumteater- Aufführung mit dem Publikum einleiten.

Ärger und Unrecht zulassen

In Gruppen die erlebten Themen der Teilnehmenden zu Szenen gestalten:

Zuerst das Original einer Szene als Kern-Bild, dann aber als Forumszene für ein Publikum als ganze ausführliche Spiel-Szene erlebbar darstellen, verschiedene Proben-Techniken zwischen „Western“ und „als Tiere“ führen uns zu einer ausgebauten Szene für eine prägnante und sichere und Aufführung vor einem größeren Publikum.

Reaktionsformen

Die Szenen einem Publikum vorstellen, das „STOP“ rufen kann und neue Lösungen findet, begleitet von einer JOKER-Figur, die diesen Dialog mit dem Publikum führt:

Joker brauchen eine einladende, Sicherheit vermittelnde und wertschätzende Art der Kommunikation, die gut mit einfachen gemeinschaftlichen Übungen auch mit dem Publikum vorzubereiten ist.

Vernunft und / oder Humor

Manche Arbeiten am Tabu lassen uns bei der Vorstellung einer Situation oder Szene leicht erschrecken und erstarren, dann braucht es Lösungen, die alle bestehenden gedanklichen Ordnungen durchbrechen: Humor als Lösungsmittel ist in seiner Machart nicht allen vertraut, wird meist als persönliches Charisma eingeschätzt: Er ist in allen seinen Formen erlernbar, die persönlich passendste Form ist durch gemeinschaftliche Anleitungs-Arbeit zu finden und in die jeweilige Arbeitssituation zu entwickeln.

Augusto Boal und seine Situationen

Augusto Boal AutobiografieEnde der 70er Jahre kam Augusto Boal durch internationale Proteste aus dem brasilianischen Gefängnis frei: Nach einer Auslandsreise war er bei der Heimkehr von der Militärregierung Brasiliens inhaftiert worden, weil er „im Ausland sein Vaterland Brasilien verleumdet hätte: In Brasilien würde gefoltert werden“, was er nun in der Folter gestehen sollte …

Auch Peter Becker und die Zeitschrift „Theater heute“ hatten die Kampagne für ihn im deutschsprachigen Raum organisiert, in Frankreich und den portugiesisch-sprechenden Ländern gab es wohl entsprechenden Einsatz der jungen politischen Schauspielenden-, Theater- und Regisseur-Szene.

Vorgeschichte

In den verschiedenen südamerikanischen Ländern herrsch(t)en in den 50er und 60er Jahren zwischen demokratischen Phasen immer wieder als CIA-Vasallen die verschiedenen Familien der Großgrund-Besitzenden, die gegen demokratische Rechte und Land-Verteilung mit europäischer und besonders bayrischer Waffenhilfe vorgehen.

Die Theaterleute erleben Zensur, auch alter griechischer Stücke, (bringen Sie mir diesen Aischylos“!) und greifen auf die Erfahrungen von Exilanten des deutschen Faschismus zurück, die nach Verboten der Arbeiter-Theater auf unsichtbare Methoden der Aufklärung zurückgriffen.

Brecht und die Lehrstücke

Zuerst war noch das Denken von Bert Brecht und seine Forschung in Richtung eines beteiligten Publikum erprobt worden, die Übertragung seiner Gedanken in der Lehrstück-Arbeit, die als neue Form der Schauspiel-Ausbildung die alten Systeme des Auswendig-Lernens und des illustrierten Vortrages ablösen sollte: Die Schauspieler sollten in ihrer eigenen Überzeugung spielen und auftreten.

Erwin Piscator als Theaterpädagoge in New York

judith-malinas-the-piscator-notebookDie früher deutsche Rabbiner-Tochter Judith Malina beschreibt in ihrem Arbeits-Tagebuch die Arbeit mit Erwin Piscator in New York, der eigentlich eine Arbeit als Dramaturg suchte, aber mit neuem Schauspiel-Unterricht zu überleben lernte.

Die neuen Formen des deutschen Theaters kurz vor der faschistischen Machtübernahme gingen mit den Entwickelnden ins Exil: Unsichtbare Aktionen wurden „Unsichtbares Theater“.

Nach seiner Rückkehr hatte er als Kommunist im Nachkriegs-Westdeutschland keine wirklichen Chancen mehr: Als Exil-Kommunist blieb Erwin Piscator eine „schwierige Marke“, keinem Stadttheater als Leiter oder Dramaturg zu vermitteln, denn es sollte eine unpolitische Zeit herbei gespielt werden.

Paulo Freire und die Kritische Theorie

freire in München 1994

Schon in den 70er Jahren begegneten mir die ersten hektographierten Blätter mit den übersetzten Texten des kleinen brasilianischen Anwalts, der sich im Kampf gegen die Armut in die Pädagogik begab:

Die Pädagogik der Unterdrückten, von den verschiedenen Reform-Pädagogen inspiriert, lehrte die Studierenden das gemeinschaftliche Forschen und entwickelte die Methoden der Alfabetisierung, die später, in seiner Zeit im Exil in der Schweiz beim Lutherischen Weltbund, zur großen Bildungs-Welle für die französisch-sprachigen Länder Afrikas werden sollte.

Auch in Deutschland regte er sehr viele aufgeschlossene Menschen im pädagogischen Bereich an, doch die Hochschulen waren noch in fester Hand der Anti-Kommunisten, die sich einen befreiungstheologisch-katholischen Lernkurs nicht vorstellen wollten.

Die Befreiungstheologie war aber nur eine der Ausformungen der Kritischen Theorie: In den südamerikanischen Ländern ist die Wirkung der „Frankfurter Schule“ und ihrer anarchischen Vorgänger schon durch die Exilanten wie Augustin Souchy im Aufbau der freien Arbeiter-Unionen und Gewerkschaften vermittelt worden …

In den Reihen der katholischen Kirche gab es auch die Gruppe München, die als Pax Christi in der Friedensbewegung aktiv war und Augustin eingeladen hatte, aus seinem Leben zu erzählen …

Augusto Boal kehrte nach Brasilien zurück

1988 war die Demokratisierung in Brasilien so weit fortgeschritten, dass Augusto Boal zurück nach Rio de Janeiro gehen konnte, um dort neue Projekte zu starten, wie die „Volkstheater-Fabriken“.

Nach dem die Finanzierung wegen Regierungswechsel aber gescheitert war, stand die neue Gruppe dort vor einem Aus. Bei einer Anfrage der Arbeiterpartei PT für die Gestaltung des Wahlkampfes folgte die Frage an Augusto Boal, ob er bereit wäre, als Kandidat für das Parlament der Stadt Rio de Janeiro für die PT aufzutreten.

Zuerst wollte er nicht, da er noch internationale Workshop-Verpflichtungen eingegangen war, doch dann wurde ihm vermittelt, dass er seine ganze Gruppe als Mitarbeitende im Mandat anstellen könnte und neue Projekte entwickeln kann.

So entstand das Legislative Theater, und seine Berichte in Toronto dazu im Mai 1997 inspirierten mich, ihn nach München im Oktober 1997 zu diesem Thema zu einem Europäischen Treffen einzuladen.

Die Tagung und Berichte, Artikel von Augusto Boal im Buch „Legislative Theater“ und in meiner Übersetzung in

Augusto Boal: Legislative Theatre, Using performance to make politics, routledge 1998
und mehr dazu auf meinen alten Seiten, gesichert im Wiki gemeinschaftlich-forschen: Fortbildungen und Legislatives Theater bis 1996 / 97 sowie 7kapitel und legislativervortrag (Seiten werden DEZ 2016 abgeschaltet)

Symbolism in Munich und Wie die Methode des Legislativen Theater nach Europa kam

Bericht zur Konferenz und nächste Projekte

Ein Workshop mit AugustoGoede-Boal.jpg in Linz 2004
Eine Seite der Berliner Kollegen
Wiki zum Forumtheater

Internationale Treffen und Austausch

Rio in Brasilien, Toronto in Kanada 1979, Wien: Austausch unter KollegInnen, Methoden, Workshops, Feste …

Bewegungen und Träger hierzulande, KollegInnen

Berlin, Köln, Bielefeld, Lingen, Graz und Linz, Salzburg, Wien, Rotterdam, … Marburg, Potsdam und Halle,

Italien, Schweden, Großbritannien, Frankreich, in der Schweiz,

da das Leben allein mit der theaterpädagogischen Arbeit kaum möglich ist und ein wirklich passender Bildungsträger nie gefunden wurde, ist die Existenz der Einzelnen eher mit anderen Bildungs- und therapeutischen Arbeiten gesichert,

heute

An zwei Hochschulen, die durch die Reformen und die stoff-trainierten Studierenden zu gehobenen Berufsschulen geworden sind, in der Ausbildung zur Sozialen Arbeit bringt Forumtheater eine breitere Anlage, die eigene Rolle zu reflektieren, die gewohnte Pädagogik der Vorschriften zu betrachten, neue Versionen der Opfer-Täter-Zuschreibungen zu untersuchen …

Projekte an Schulen hatten früher immer nur stattgefunden, wenn Notlagen und kreative Lehrkräfte die Situationen zugespitzt hatten, denn im regulären „Betrieb“ sind bisher in Bayern weder Finanzen, noch Zeit, noch Ideen, eine Forum-Szene vorzubereiten und in der großen Runde zu bearbeiten.

Das hatte es in einzelnen Situationen durchaus gegeben: Zum Thema Aids und Prävention in einer großen Augsburger Fachoberschule mit fast tausend SchülerInnen gegen Ende der 1980er Jahre, dann noch etliche Integrations- und Migrations-Projekte, zu Inklusion und zu Gewalt, nach ersten Übergriffen in Schulen …

mit Inhalten der Teilnehmenden von Drogen bis Kinderarbeit, von Kleider-Bewusstsein bis Landgrabbing.

Geflüchtete, Kulturen

interkulturelle Verständigung, Sprachlernen,

NATO, Finanzkrisen und Kriege

Terror-Angst und Sprachlosigkeit

Rechte Hetze und Lügenpresse

Linke Hoffnungen und Träume

unpolitisch bleiben? Aufklärung

All die Jahre

Der Beruf des Theaterpädagogen existierte 1981 noch nicht in den Akten und Listen von Arbeitsagenturen und Künstlersozialkasse, doch gab es inzwischen eine breite Szene von Theaterfestivals, neuartigen Schauspiel-Fortbildungen und den internationalen Austausch von Gruppen, wie Bread & Puppet, polnischen Grotowski-Schülern und Clown-Schulen.

Aufbruch im Theater Ende der 70er Jahre

In Deutschland herrscht heute wieder weitgehend das Autoren- und Literatur-Theater. Das war auch in den 70er Jahren so: Bis auf manche besonderen Stücke ging es um das „aristotelische Happy-End“, wie es Augusto Boal beschrieben hatte,

doch gab es Aufbrüche wie das Prozessionstheater,  das „unmittelbare Theater“, …

Friedensbewegung und Notstandsgesetze

hatten die politische Szene schon polarisiert,

Anti-Atom-Bewegung und Gewaltfreie Aktion

wuchsen mit dem Streit um die Endlager und mit Unterstützung der internationalen Bewegungen gegen Uran-Abbau und ähnliche Grossprojekte jener Zeit.

Umwelt und Grüne wie Linke Bewegungen

brachten in Verbänden und Vereinen dann eher eine Stabilisierung der jeweiligen Strukturen, die mit Lobby-Arbeit und Parlamentarismus die Kraft der Bewegungen kanalisierten, oft zu Gunsten persönlicher Karrieren und mit dem Verlust der unruhigen Kräfte im Umfeld.

Ost-West-Friedensarbeit und politische Bildung

Die grün-nahen Vereine und Stiftungen boten über Jahre die Möglichkeit zu Aus- und Fortbildung, eine frühe Ost-West-Begegnung ab 1985-87 fand in Ungarn mit 14-tägigen Treffen im Zeltlager unter der ungarischen Benediktiner-Abtei Pannonhalma statt, 1988 dann in den polnischen Masuren, weil für Ungarn keine Ost-Visa mehr zu bekommen waren.

Theater der Unterdrückten war für die Friedensbewegung im Osten ein klarer Begriff, und das unsichtbare Theater gab es in der Strassenbahn und im Foyer der Oper. Die Seminare, auf Einladung von Gruppen und der Krankenhaus-Seelsorge, sind durch die Staatssicherheit nur sehr ungenügend dokumentiert.

„Professionalisierung“ im Neo-Liberalismus zwischen Kunst & Markt

Die Bildungsarbeit in den Bewegungen wurde von der grünen Partei dann selbst übernommen, und in ewige Vortrags- und Podiumsdiskussionen verwandelt.

Selbsthilfe und Selbstorganisation, self-care, flux-Gruppen

Um die Arbeitsgemeinschaft sozialpolitischer Arbeitskreise, die AG SPAK, in der sich die Drogen- und die emanzipatorische Behinderten/ Krüppelbewegung, der Arbeitskreis Bewusstseinsbildung (Freire-AK), … und bis heute der TAKAÖ, Theorie-Arbeitskreis Alternative Ökonomie austausch(t)en, mit Verlag und zahlreichen anerkannten Publikationen im sozialwissenschaftlichen Bereich, war Forumtheater immer eine exotische Methode geblieben, da die Theorie und das Wort dort höher bewertet wurden.

Da fehlte eine konsequente Nacharbeit der Eingriffe des Publikums und der Arbeit des Jokers, die Aktions-Entwicklung aus der szenischen Darstellung.

Persönlichkeits-Politiken, Gestalt-Therapie und Ausbildung

Die Themen der Teilnehmenden gingen immer mehr in die persönlichen Bereiche, der Schritt in die öffentliche und politische Aktion wurde immer schwerer,

Überleben in den internationalen Krisen:

Mit Theater auf die persönlichen Ängste und Befürchtungen reagieren?

Solidarität und Wissen zu Bewegungen und Widerständen

In anderen Kulturen

Neue Bewegungen und Kommunikationen

Art of Hosting, Aufstellung, Netzwerk-Gemeinsinn, Zukunftswerkstatt

Gesellschafts-Gespräche und Bürgerbeteiligung, Gemeinwohl-Ökonomie

die Raststätte, an der wir oft standen …

saust schnell vorbei, die Autobahn hat jetzt mehr Spuren …

Trampen war die normale Art, in die anderen großen Städte zu kommen, & die Workshops mit Augusto Boal waren meistens in Berlin.

Mein erster und das erste erlebte Forumtheater waren in München: Ein Projekt mit arbeitslosen SchauspielerInnen und der Workshop ein paar Monate später in so was wie der PädAktion, Herbst 1981 / Februar 1982? Lisa war da wohl dabei, Helgard?

Um die TheaterFestivals hatte sich eine Workshop-Kultur entwickelt, die alle neuen Arbeitsformen von Boal, Clown, Grotowski und Körperarbeit aller Art und Inszenierungen wie bei Tabori, aber auch La Mamma und das Living Theater nach München brachten.

Julian Beck war schon in den frühen Jahren verhaftet worden, als „das Living“ eine öffentliche Demo zu den Themen RAF und Isolationsfolter in Haidhausen gestartet hatte,

und jetzt nimmt das Living das damalige Stück „Sieben Meditationen über die Folter“, damals im Zelt am Roncalli-Platz gespielt, & innere Unruhe bereitend: Wir wussten, was man damals nicht aussprechen durfte.

Judith Malina und …

Theater war neu:

In den Staatstheatern gab es die alte Literatur, wie heute auch wieder, nur in den Kammerspielen, wo selten im Werkraum noch die alte Giese zu erleben war, kam auch ein Plentzdorf mit den „neuen Leiden des jungen W“ auf die Bühne.

Natürlich war es auch Ausstrahlung und Talent des jungen Hauptdarstellers, die mich – neben Wedekind und später Krötz dort zum Theater zogen.

In die Schauspielschule war ich über eine damalige WG-Freundin der KanalStraße und einen Kurs von Margaret an der Volkshochschule geraten …

ferner Rückblick

Die Abstände werden immer größer, die guten Projekte seltener: Forumtheater zu vermitteln, ist nicht leichter geworden.

Vielleicht hätten wir uns damals konsequenter auf die Suche machen sollen, aber das Feld der möglichen Träger zwischen evangelischen Akademien und Volkshochschulverband war nur in Einzelpersonen so aufgeschlossen, Fortbildungen und Workshops anzubieten, Lehrerfortbildungen waren nicht offen genug für Andere, die Mischung aus Kultur und Politik passte nicht in die Ressorts.

alle Ebenen?

Jugendarbeit und Verbände
Ausbildungen & Berufsfortbildungen
Gewerkschaften, Kirchen,

Szenen

Schule und Gewalt
Altenpflege

ansonsten auf http://www.eineweltnetz.org und http://www.fairmuenchen.de

Menschen im schwimmenden Gewerbe

Theater fordert von sich selbst oft das Maximale: Die großen Stars werden gefeiert …

Erneuerung auf der Strecke: Bert Brecht, Erwin Piscator, Augusto Boal, Judith Malina

Während in Deutschland das Feuilleton „Schöne Geschichten“ neben die Flüchtlinge und den Krieg haben möchte, wird in anderen Ländern längst ganz anderes Theater inszeniert: Dialogisch, als Herausforderung, aber auch mit ehrlicher Poesie: Menschenleben.

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Parallele Bewegungen

Sklaverei, Frauen, Frieden, Antiatom, GewaltFreiheit, Demokratie, Schwule, Dekolonisierung, Lesben, Flüchtlinge, Queer, …

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Brecht erträumte den Dialog
Piscator Theaterpädagogik
Freire entwickelt Alphabetisierung
Boal gemeinsame Theatralisierung
Malina die politische Aktion

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Brecht
Piscator
Boal
Freire

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ansonsten auf http://www.eineweltnetz.org und http://www.fairmuenchen.de

FORUMTHEATER ERLEBEN Do 03.12.2015

forumtheaterblog

Raum für Theaterprojekt: kostenlos teilnehmen!

Hochschule München, FB 11 Avenariusplatz 12,
Bus 160 von der S-Bahn Pasing fährt bis vor dem Haus (Avenariusplatz)
Bus 57 vom Laimer Platz (U5) bis Planegger Strasse, dann durch den Stadtpark

Im Altbau die steinerne Treppe in den 2. Stock, Raum 202

DONNERSTAG 18 h – 20.30 FORUMTHEATER ERLEBEN
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Kennenlernen der wichtigsten Methoden
Erarbeiten von Szenen der Teilnehmenden
Ein Forum von Szenen aus eigenem Erleben

Auflösen der Szenen durch das Publikum

zusätzlich kostenlose öffentliche Teilnahme möglich:

MONTAG 15.30 bis ca 18 h REFLEKTIONEN DAZU
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Raum 352 im Mittelbau

Im Schnellgang wiederholen: Themen und Veränderungen

Erlebnisse und Szenen vom Donnerstag vorstellen

die Anleitung und neue Erkenntnisse reflektieren

Zur Anwendung der Methoden in der Bildungsarbeit: Grundlagen

JMD-KIDS-feiernIM JANUAR 2016 kann ein weiterer Workshop in FLORIDA Lothringer 13 weiter führen

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